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Hier stelle ich meine Bewerbungsmappe vor, mit der ich mich für das Wintersemester 2002/2003 in an der Düsseldorfer FH für den Studiengang Kommunikationsdesign beworben habe. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich, bevor ich begann, meine Mappe anzufertigen, gerne ein oder zwei Mappen gesehen hätte, mit denen bereits Leute an dieser FH aufgenommen wurden. Ich war mir sicher, dass irgendjemand seine Mappe ins Internet gestellt hätte, aber nach langen Suchen gab ich schließlich auf. Es schien einfach keiner seine Mappe im Netz veröffentlicht zu haben. Die Mappenberatung an der FH Düsseldorf war zwar hilfreich, da man von Studenten erfahren konnte, was dort gern gesehen wird und was nicht, aber einen Blick in eine "erfolgreiche" Mappe konnte ich dennoch nicht erhaschen. Da hab ich mir vorgenommen, sollte ich mit meiner Mappe angenommen werden, würde ich diese ins Internet setzen, damit andere, die in der gleichen Lage wären wie ich, wenigstens eine Mappe sehen könnten, mit der jemand aufgenommen wurde.Hier ist also das Ergebnis! Zunächst ist noch zu erwähnen, dass die FH Düsseldorf eine Mappe erwartete, die zehn Arbeiten zu einem freigewählten Thema beinhalten sollte. Bei der Mappenberatung wurde uns aber gesagt, dass man diese Zahl eigentlich vergessen könnte und wohl kaum einer mit nur zehn Arbeiten ankommen würde. Die Mittel, mit denen wir unser Thema umsetzen sollten, waren uns freigestellt und somit entschied ich mich für eine fotografische Lösung, da mein Schwerpunkt auf der Fotografie liegt und ich in diesem Bereich bisher auch schon am meisten Erfahrungen gesammelt habe. Sich selbst ein Thema zu stellen, und Arbeiten dazu anzufertigen, immer die Frage im Hinterkopf, ob die Professoren nun so etwas sehen wollen oder nicht, fand ich recht schwierig. Nach den verschiedensten Überlegungen von der Idee etwas zum Thema "Haut" zu machen oder zum Thema "Glas", bin ich lange nicht mit meinen Überlegungen weitergekommen, aber die Zeit drängte und somit musste etwas gefunden werden. Schließlich bin ich irgendwie auf die Idee gekommen, als Thema "Bildstrukturen" zu wählen und Bilder auf verschiedenen Medien so zu fotografieren, dass nicht mehr das Abgebildete zum Inhalt und Motiv gemacht wird, sondern die Struktur des Mediums zum Gegenstand der Abbildung wird. Also habe ich schließlich Bilder von Plakaten, von Graffity und vom Fernsehbilschirm gemacht. Diese Arbeit zum Thema "Bildstrukturen" sollte den größten Teil meiner Mappe bilden. Um aber auch noch andere Fotos zeigen zu können, nahm ich noch Bilder hinzu, die meiner Meinung thematisch passend waren und die "Bildstrukturenreihe" gut ergänzten. Zu Anfang meiner Mappe stellte ich allerdings wiederrum ganz andere Bilder: Fotografien, die ich auf einem Neusser Industriegelände gemacht habe - um zu zeigen, was ich ansonsten so fotografiere. Darauf folgte dann der erste Teil der Arbeit "Bildstrukturen": Bilder von Plakaten mit einer Makrolinse fotografiert. Ebenfalls mit der Makrolinse hab ich für den darauffolgenden Part gearbeitet: Hier habe ich verschiedene Graffities von nahem fotografiert. Um den Unterscheid zwischen der Wirkung des ganzen Graffitys un die des Ausschnittes, auf dem hauptsächlich Farb- und Mauerstrukturen zu erkennen sind, zu zeigen, habe ich auch die ganzen Graffities von weitem fotografiert. Besonders gefallen mir die Fotografien, auf denen man abblätternde Farbschichten sieht - sie wirken wie eine alte abzustreifende Haut... Bei den Bildern vom Fernsehbildschirm ist das Raster auf diesen kleinen Bildern leider nicht besonders gut zu erkennen, aber auf den 20 cm x 30 cm großen Abzügen sieht man diese Struktur sehr deutlich. Hier endet der größte Teil meiner Mappe. Um den Gesamteindruck über das, was ich mache, noch abzurunden, habe ich wie bereits erwähnt noch ganz andere, aber dennoch thematisch passende Fotografien mit in die Mappe eingebracht. Zunächst sind hier die Aktaufnahmen, die ich aufgrund ihrer sehr nahen Perspektive zur Haut mit in die mappe aufnahm, zu nennen. Sie zeigen sehr deutlich Hautstrukturen wie Falten, kleine Risse oder Haaransätze. Zum Motiv wird auch hier nicht der gesamte Mensch, sondern die Struktur seiner Haut. Auf diese schwarzweißen Aktbilder folgen - ebenfalls schwarzweiße - Fotografien, die ich von Kleidungsstücken machte, die mein Freund zum Färben in die Badewanne gelegt hatte. Da die Kleidung von schwarzer Farbe umgeben war und nur an einigen Stellen noch zu sehen war, bekamen die herausragenden Stofffalten, Reißverschlüsse und Ärmel einen ganz eigenen Charakter. Nicht mehr das Kleidungsstück an sich wurde zum Motiv, sondern der gefärbte Stoff, der auf den Bildern wie Eingeweide oder Metall erscheint... Zum Abschluss präsentierte ich der Jury noch meine Arbeit zum Hausarbeitsthema "Zeichenlust", das uns 4 Wochen vor der Präsentation unserer Mappe gestellt wurde. Bei dieser Arbeit wollte ich die Zusammensetzung der Worte "Zeichen" und "Lust" visualisieren und habe daher alltägliche Zeichen auf Feuerlöschern, Straßenschildern, der Beschilderung am Flughafen oder in Zügen fotografiert - Zeichen, die alle zusammen für das Wort "Zeichen" stehen sollten. Als Bild für die Lust wählte ich eine unbekleidete Frau, auf die ich diese Zeichen projezierte und dies anschließend fotografierte. Das Ergebnis war überraschend und interessant.Wenn man sah, wie sich die Zeichen auf dem nackten Frauenkörper verzerrten, erhieltensie ganz neue Inhalte und so kam es oft zu abstrusen Bildaussagen.Leider kann ich diese Bilder hier nicht zeigen, da ich der Frau, die diese Aufnahmen mit mir machte versprach, sie ausschließlich in der Präsentation an der Fachhochschule zu zeigen.
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